Ausbildungsinhalt: Anatomie und Physiologie
Die zu vermittelnden Fachkenntnisse auf einer Heilpraktikerschule lassen sich in verschiedene Fachgebiete gliedern. Eines der wichtigsten davon ist das breite Feld der Anatomie und Physiologie. Wer später als Heilpraktiker Patienten behandeln möchte, muss alles über den Körperbau und die körperlichen Funktionen wissen. Die wichtigsten Kenntnisse, die hierbei vermittelt werden, sollen nachfolgend kurz dargestellt werden:
Anatomie
Die Anatomie beschäftigt sich mit dem Körperbau. Dabei wird genau untersucht, wo welche Teile des Körpers ihren exakten Sitz haben, z.B. Knochen, Organe etc. Es ist üblich, die Anatomie von innen nach außen zu beginnen, d.h. man fängt mit dem gesamten Knochenbau an, nimmt anschließend Muskulatur und Sehnen hinzu und schließlich die Organe. Anatomische Kenntnisse gibt es natürlich auch auf molekularer Ebene. Wie sind Zellen aufgebaut, aus welchen Bestandteilen bestehen sie? Im Bereich der Anatomie hat der Studierende sehr viel zu lernen und steht dem angehenden Arzt in nichts nach. Immerhin gilt es alle Körperteile auch mit ihren lateinischen Fachbezeichnungen zu kennen.
Physiologie
Nachdem man in der Anatomie kennengelernt hat, aus welchen Bestandteilen ein menschlicher Körper (Analoges gilt für die Tierheilkunde am Tierkörper) besteht, folgt nun das zweite wichtige Fachgebiet zu erlernen, welche Funktionen die einzelnen Körperbestandteile zu erfüllen haben und wie sie möglicherweise zusammenarbeiten. Das ist das Gebiet der Physiologie. Hier lernt der Studierende alles über das Herzkreislaufsystem, über die Verdauungsprozesse, über Leberfunktionen, über die Funktion der Augen usw. kennen. Damit decken Anatomie und Physiologie die wichtigsten Grundlagen der Biologie ab. Diese muss ein Heilpraktiker beherrschen. Er macht also im Prinzip in seiner Ausbildung alles das durch, was ein angehender Arzt oder Biologe im Grundstudium erlernen muss.
Pathophysiologie
Das letzte große Gebiet ist die Pathophysiologie. Dieser Begriff steht für eine Kombination aus Pathologie, also Erkrankungen bzw. krankheitsbedingten Veränderungen, und Physiologie. Das besagt, dass der Studierende alle Prinzipien von Ursache und Wirkung auf medizinischer Ebene kennenlernt. Welche Erkrankungen rufen welche Veränderungen in den einzelnen körperlichen Funktionsweisen hervor? Hier gilt es, Zusammenhänge zu erkennen. Das setzt natürlich fundierte Kenntnisse in den beiden vorhergehenden Bereichen Anatomie und Physiologie voraus. Die Pathophysiologie baut demnach auf den anderen Gebieten auf.
Wer sich einmal ein optisch sehr schönes Bild von Anatomie und Physiologie machen möchte, dem sei diese Internetseite ans Herz gelegt: www.anatomie-physiologie.de Hier findet man alle wichtigen anatomischen und physiologischen Bereiche vor allem grafisch sehr gut dargestellt und erklärt. Diese Seite eignet sich gewiss auch für Mediziner, Biologen und natürlich Heilpraktiker.