Ausbildungsinhalt: Injektionstechniken und Laborkunde

Nicht nur ein Arzt, auch ein Heilpraktiker hat mit Laboruntersuchungen und der Verabreichung von Injektionen zu tun. Immerhin gibt es auch homöopathische Präparate, die entweder subcutan oder intravenös verabreicht werden. Je nachdem, wohin die Spritze gesetzt wird, unterscheidet man folgende Injektionstechniken:

Intravenös

Das Mittel wird in die Vene injiziert, d.h. die Nadel wird flach an die leicht abgebundene Vene angesetzt und in die Vene mit deren Verlauf eingestochen.

Intramuskulär

Das Mittel wird durch die Haut durch direkt in den Muskel injiziert. Die Nadel wird dazu empfehlungsweise lotrecht in den Muskel eingestochen.

Intracutan

Das Mittel wird unmittelbar in die Haut injiziert. Hierzu wird die Nadel nur leicht unter die Hautoberfläche eingestochen, so dass sich die Nadelspitze noch in der Epidermis befindet.

Subcutan

Hier wird die Nadel in die Subcutis eingestochen, das ist die Hautschicht, die unter der Lederhaut liegt.

Laborkunde ist insofern wichtig, als dass Blutuntersuchungen gemacht werden müssen. Hier muss der Heilpraktiker unterscheiden können, welche Werte „normal“ sind, das bedeutet den Referenzwerten entspricht und ob es davon Abweichungen gibt. Dabei muss der Heilpraktiker die Blutuntersuchungen im Labor nicht selbst durchführen, aber er muss in der Lage sein, die Laborergebnisse deuten zu können.

Laborkunde und Injektionstechniken gehören mit zu den wichtigsten Ausbildungsinhalten für einen zukünftigen Heilkundigen. Hierbei handelt es sich um die praktischen Fertigkeiten eines Heilpraktikers. Theoretisches Wissen alleine reicht nicht aus, es muss eine praktische Basis vorhanden sein, damit der Heilpraktiker seine künftigen Patienten auch behandeln und nicht nur beraten kann.