Ausbildungsinhalt: Lehre von den verschiedenen Infektionen

Die Gesundheit des Menschen kann auf verschiedene Weise beeinträchtigt werden. Zum Einen gibt es die physische Einwirkung auf den Organismus, z.B. in Form von Knochenbrüchen, Stauchungen, Quetschungen usw. Daneben gibt es aber auch die Erkrankung aufgrund von Infektionen. Hierbei dringen Erreger in den Organismus ein und führen funktionelle Veränderungen herbei. Diese Erreger können Viren, Bakterien, aber auch Pilze oder Parasiten sein. Es gibt sehr wichtige Infektionskrankheiten, die der Heilpraktiker einfach kennen muss. Als Beispiel dafür stehen hier nur einige wenige, die tatsächliche Liste ist viel länger.

Borreliose

Eine der stärksten und gefährlichsten Erkrankungen durch einen parasitären Erreger, nämlich den Zeckenbiss. Die Borreliose stellt sich durch starke Hautrötungen, die an jeder Körperstelle auftreten können, dar. Kommt es zu einem Organbefall, kann die Krankheit einen tödlichen Verlauf nehmen. Während die Zecke sich in einem Menschen festbeißt, kann sie die für die Borreliose verantwortlichen Bakterien über ihren Darm auf den Wirt übertragen.

FSME

Ebenfalls durch Zeckenbiss ausgelöst wird die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Neben Fieber und anderen, an eine Grippe erinnernden Symptome, kann es unter Umständen zu einer Meningoenzephalitis kommen. Das ist eine Hirnhautentzündung, die normalerweise zwar harmlos verläuft, aber in einigen Fällen sehr ernsthafte Hirnschädigungen hervorrufen kann.

Gürtelrose

Was der Volksmund „Gürtelrose“ nennt, bezeichnet der Fachkundige als Herpes Zoster. Herpesviren verursachen hierbei eine Nervenendschädigung, die sich als roter, blasenartiger Hautausschlag über den ganzen Körper ziehen kann, meist wie ein Ring, daher der Name „Gürtelrose“.

Diphtherie

Die Diphtherie wird meistens per Tröpfcheninfektion übertragen und kann zu schwersten Komplikationen in den oberen Atemwegen führen, wenn dabei der sehr gefährliche Diphtherietoxin-Erreger im Spiel ist.

Diese und viel mehr Infektionskrankheiten muss der angehende Heilpraktiker kennen und diagnostizieren können, um in der Lage zu sein, sofortige Gegenmaßnahmen und möglicherweise eine Überstellung des Patienten an einen Arzt zu veranlassen.