NLP - Neurolinguistisches Programmieren

NLP steht als Abkürzung für das „Neurolinguistische Programmieren“. Zerlegt man den Begriff in seine Einzelteile, erhält man das Wort „neuro“ für Nerven und „linguistisch“ für „die Sprache betreffend“. Programmieren meint in diesem Zusammenhang, dass Menschen – wie andere Lebewesen auch – in vielen Fällen über eine klassische Konditionierung funktionieren. Damit ist gemeint, dass unsere Erfahrung, und damit die Gefühle, die sie auslöst, auf eine Reizeinwirkung zurückgeht. Wer auf die heiße Herdplatte langt, erlebt Schmerz in den Fingern und speichert diese Erfahrung ab. Beim nächsten Mal wird er nicht mehr auf eine heiße Platte fassen, weil sofort die Erinnerung an den Schmerz präsent ist.

Was ist der Ursprung des NLP?

Die Entstehung des NLP reicht in die frühen 1970er Jahre zurück. Richard Bandler und John Grinder, der eine Psychologe, der andere Linguist, schlossen sich zusammen und entwickelten eine Methode, mit der Menschen gezielt erlerntes Verhalten beeinflussen und ändern können.

Wie funktioniert NLP?

NLP ist natürlich wesentlich komplexer als es sich hier in Kurzform darstellen lässt. Zunächst geht die Methode davon aus, dass wir verschiedene Wahrnehmungskanäle einsetzen, um Erfahrungen zu sammeln und dass diese Wahrnehmungskanäle unterschiedlich stark gewichtet sind. Wir kennen den kinästhetischen Kanal, unseren Tastsinn, den auditiven Kanal, unseren Hörsinn, den visuellen Kanal, unseren Sehsinn, unseren olfaktorischen Kanal, den Geruchssinn und den gustatorischen Kanal, unseren Geschmackssinn. Jeder kann sich selbst überprüfen, welcher dieser Kanäle stärker eingesetzt wird. Wie stellen wir uns Dinge oder Begebenheiten vor? Sehen wir beispielsweise Bilder vor unserem geistigen Auge (visuelle Prägung) oder hören wir etwas? Wenn herausgefunden wurde, welcher Wahrnehmungskanal am besten und leichtesten funktioniert, sprechen wir durch eine gezielte Sprache diesen vorrangig an. Z.B. kennen wir den Ausdruck, dass „uns etwas schmeckt“, wenn es uns gefällt. Gustatorisch geprägte Menschen würden demnach ein Verhalten mit den Worten „Es schmeckt mir, wenn xy geschieht“ programmieren.

Wozu dient NLP?

Die einen setzen es als gezieltes Instrument ein, um sich erfolgreicher zu machen. So ist NLP hervorragend geeignet, wenn ein Sportler sich auf einen wichtigen Wettkampf vorbereitet. Er programmiert sich dann auf einen „Siegertypus“. Ursprünglich war das NLP allerdings als eine Methode entwickelt worden, mit der man krankmachende Verhaltensmuster enttarnen und dann einfach durch positive Verhaltensmuster ersetzen konnte, worauf es einem bald spürbar besser ging. Und genau dieser Aspekt ist für Heilpraktiker interessant. Durch gezielten Einsatz von NLP-Techniken kann er seine Patienten in ihrem Heilungsfortschritt dahingehend unterstützen, dass schädigendes Verhalten ausgetauscht wird gegen positive Reiz-Reaktionen. Das wirkt zum Beispiel bei reaktiven depressiven Verstimmungen. Eine NLP-Ausbildung stellt eine sinnvolle Ergänzung zur Heilpraktiker-Ausbildung dar.

Nachfolgend finden Sie einige Internetadressen zum Thema NLP :

NLP Ausbildungen Rhein-Main